Hallo und Willkommen zu desem Blog. Hier soll in Kooperation mit dem Projekt „Chat der Welten“ ein kleiner Erfahrungsbericht vor allem für interessierte Schüler über die Auswirkungen des Klimawandels in Kamerun entstehen. Doch zuerst möchte ich Marie und mich vorstellen.
Marie, (links), ist 22, kommt aus Frankreich und studiert in Paris Agronomie mit dem Schwerpunkt „Umwelt und Wirtschaft“. Ich heiße Carolin (rechts auf dem Bild), bin 25 Jahre alt, komme aus Deutschland und studiere in Bremen Soziologie mit dem Schwerpunkt „Entwicklungssoziologie“.
Gemeinsam werden wir von Ende Juni bis Mitte September ein Praktikum bei der Organisation CDE SAARE in Kamerun machen. Unsere Aufgabe ist es, Daten über den Klimawandel in Nordkamerun zu sammeln, zu analysieren und für Interessierte in der Bibliothek der Organisation bereit zu stellen. Im Zuge dessen werden wir einige unserer Ergebnisse in diesem Blog sammeln.
Vor fast zwei Wochen, am 25. Juni 2008 sind wir beide von Paris nach Douala, der wichtigsten Hafenstadt Kameruns geflogen und haben seit dem eine Strecke von etwa 1000 km per Bus und Bahn zurückgelegt, um in den Norden Kameruns, in die Stadt Ngaoundéré zu ge
langen.
Bereits in dieser kurzen Zeit ist uns klar geworden, dass das Wetter hier in Kamerun ganz anders ist als in Europa und das Leben der Menschen auch mehr bestimmt. In diesem Teil der Welt gibt es nicht wie bei uns vier Jahreszeiten, sondern nur zwei: Die Trockenzeit und die Regenzeit.
In der Trockenzeit fällt nur sehr wenig Regen, in vielen Regionen auch überhaupt keiner. In Kamerun dauert diese Jahreszeit etwa von Mitte Oktober bis Ende Mai. In dieser Zeit leben die Menschen zum größten Teil von den Dingen, die sie während der letzten Regenzeit geerntet und aufbewahrt haben, denn die meisten Früchte und Gemüse wachsen nicht ohne den Regen.
In der Regenzeit dagegen regnet es sehr häufig und überall grünt und blüht es und das Angebot an frischen Früchten ist groß. Die Regenzeit geht in Kamerun etwa von Juni bis Ende September oder Mitte Oktober. Gerade jetzt erleben wir also die Regenzeit. Das heißt nun nicht, dass es ständig regnet, im Gegenteil, häufig scheint die Sonne und es ist sehr heiß, bis zu 35°C. Aber doch mindestens jeden zweiten Tag hat es bisher kräftig geregnet und zwar meist für mehrere Stunden hinter einander.
Für die Menschen in Kamerun ist der Wechsel von Regen- und Trockenzeit genauso verlässlich und normal, wie für die vier Jahreszeiten in Europa z.B. für die Menschen in Deutschland. Doch ebenso wie in Deutschland hat der weltweite Klimawandel auch in Kamerun einige Auswirkungen – die Regenzeiten verkürzen sich und lassen sich nicht mehr genau voraussagen, die Lebensbedingungen für die Menschen ändern sich und sie müssen Wege finden, um damit umzugehen. In den folgenden Wochen werden wir also daran arbeiten, ein paar Antworten auf die Fragen zu finden, welche Folgen diese Veränderungen für die Menschen, für die Natur und auch für die Wirtschaft Kameruns haben und was jeder von uns damit zu tun hat.
Viele Grüße aus dem gerade mal wieder verregneten Kamerun,
Carolin & Marie
P.S. Über Fragen oder Anregungen freuen wir uns natürlich besonders!
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