Bei meinen Recherchen zur Vorbereitung der Kamerun-Reise und auch in Kamerun selbst, bin ich auf viele Projekte und Organisationen vor Ort gestoßen, die man unterstützen kann. Wer durch meinen kleinen Reisebericht Lust bekommen hat, sich mehr mit Kamerun auseinander zu setzen und sich vielleicht für Land und Leute zu engagieren findet hier einige Möglichkeiten.
PLAN International ist ein internationales Kinderhilfswerk, welches in vielen Ländern rund um den Globus aktiv ist. In den drei kamerunischen Pogrammgebieten setzt PLAN sich vor allem für eine Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten und der medizinischen Versorgung ein. Finanziert werden die Programme über Patenschaften: Das heißt, eine Person oder eine Schulklasse z.B. aus Deutschland zahlt monatlich einen Betrag für ein Patenkind. Das Geld bekommt jedoch nicht das Kind direkt, sondern es fließt in Projekte, die der ganzen Gemeinde zu Gute kommen. So wird sichergestellt, dass nicht einzelne Familien bevorzugt werden und sich die Lebenssituation in der Gemeinde insgesamt verbessert. Außerdem kann man einen guten Kontakt zum Patenkind aufbauen: PLAN verschickt Informationen über die Familie, aber auch über die Kultur und Situation im Land. Das Patenkind und die Pate können einander Briefe schreiben und so viel voneinander erfahren.
Der Bewahrung des zentralafrikanischen Regenwaldes hat sich ein Projekt des World Wide Fund for Nature (WWF) verschrieben. Gemeinsam mit vielen anderen afrikanischen Ländern hat auch Kamerun einen Anteil an diesem Waldgebiet – und ist gleichzeitig das Land mit der höchsten Abholzungsrate Afrikas. Die Regenwälder des Kongobeckens „beheimaten über 400 Säugetierarten, mehr als 1.000 Vogelspezies und wahrscheinlich über 10.000 Pflanzenarten. Im Kongo-Becken kommen beide Gorilla-Arten vor. Außerdem Schimpansen und Bonobos, Waldelefanten und Waldbüffel, Bongoantilopen und Waldgiraffen. Viele Arten sind endemisch - das heißt, sie leben weltweit ausschließlich in dieser Region."( www.wwf.de) Der WWF setzt sich für eine nachhaltige Nutzung des Waldes ein, indem er ökologisch verträglichen Tourismus unterstützt und Unternehmen berät, wie sie ihre Holzgewinnung an soziale und ökologische Kriterien koppeln können. Ein Kuchenbasar, dessen Erlös an den WWF gespendet wird oder die Übernahme einer Patenschaft für eines der Projekte könnten dazu beitragen.
Wichtig ist aber natürlich auch das eigene alltägliche Verhalten: Schulhefte, Taschentücher und Toilettenpapier aus 100% Altpapier z.B. schonen auch den Regenwald, denn um an die teuren Edelhölzer im Wald zu kommen, werden auch viele nicht so gewinnbringende Bäume gefällt – und dann zu Papier oder Sperrholz verarbeitet.

Eine weitere Möglichkeit auch weiter im Alltag etwas für Kamerun (und andere Länder des Südens!) zu tun, ist der Besuch im Eine Welt Laden bzw. der Einkauf von fair gehandelten Produkten. Im Fairen Handel (Fair Trade Siegel) bekommen die Erzeuger Löhne bzw. Preise für ihre Waren, die ihnen den Lebensunterhalt sichern und z.B. ausschließen sollen, dass die Kinder mitverdienen müssen. Aus Kamerun kommen Kakao, Schokolade, Früchte wie Mangos und Ananas, Tee und Kaffee.
Es gibt auch viele kleine Projekte in Kamerun, die mehr oder weniger große Verbindungen nach Deutschland haben. Bei meiner Vorbereitung war ich durchaus überrascht, wie viele Bremer z.B. Kontakte dorthin haben und sinnvolle, aber nicht so bekannte Initiativen – die Unterstützung von Behinderten, politische Bildung für Kinder und Jugendliche, Schulpartnerschaften, Verbreitung erneuerbarer Energien u.a. - es dort gibt. Vielleicht findet ihr ja auch in eurer Stadt oder Region ein Projekt, dass ihr gern unterstützen würdet.
Aber selbstverständlich geht es mir nicht nur um Kamerun – das übergreifende Thema Klimawandel geht uns alle ganz alltäglich an. Viele Tipps, wie man selbst weniger CO2 produzieren kann, gibt es unter anderem hier. Recht fix kann z.B. der Umstieg auf Öko-Strom gehen, wenn alle Familienmitglieder einverstanden sind, andere Punkte wie weniger Autofahren und weniger Fleisch-Konsum sind schon heikler. Aber eigentlich ist für jeden was dabei und auch ein kleiner Schritt zur Reduzierung von CO2 ist einer in die richtige Richtung!
So bin ich nun am Ende diese Blog angekommen. Nach zwei Wochen in Deutschland bin ich langsam wieder in die Normalität zurück gekehrt und habe schon vielen Menschen von meinen Erlebnissen erzählt. Ich habe viele unvergessliche Erfahrungen gemacht und einige davon mit euch geteilt. Vielen Dank also auch an euch für euer Interesse – Useko!, wie es auf Fuldfulde heißen würde.
Sollte es noch weitere Fragen oder Kommentare geben, würde ich mich darüber sehr freuen.
Bis dahin viele liebe Grüße aus Bremen,
Carolin

PLAN International ist ein internationales Kinderhilfswerk, welches in vielen Ländern rund um den Globus aktiv ist. In den drei kamerunischen Pogrammgebieten setzt PLAN sich vor allem für eine Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten und der medizinischen Versorgung ein. Finanziert werden die Programme über Patenschaften: Das heißt, eine Person oder eine Schulklasse z.B. aus Deutschland zahlt monatlich einen Betrag für ein Patenkind. Das Geld bekommt jedoch nicht das Kind direkt, sondern es fließt in Projekte, die der ganzen Gemeinde zu Gute kommen. So wird sichergestellt, dass nicht einzelne Familien bevorzugt werden und sich die Lebenssituation in der Gemeinde insgesamt verbessert. Außerdem kann man einen guten Kontakt zum Patenkind aufbauen: PLAN verschickt Informationen über die Familie, aber auch über die Kultur und Situation im Land. Das Patenkind und die Pate können einander Briefe schreiben und so viel voneinander erfahren.
Der Bewahrung des zentralafrikanischen Regenwaldes hat sich ein Projekt des World Wide Fund for Nature (WWF) verschrieben. Gemeinsam mit vielen anderen afrikanischen Ländern hat auch Kamerun einen Anteil an diesem Waldgebiet – und ist gleichzeitig das Land mit der höchsten Abholzungsrate Afrikas. Die Regenwälder des Kongobeckens „beheimaten über 400 Säugetierarten, mehr als 1.000 Vogelspezies und wahrscheinlich über 10.000 Pflanzenarten. Im Kongo-Becken kommen beide Gorilla-Arten vor. Außerdem Schimpansen und Bonobos, Waldelefanten und Waldbüffel, Bongoantilopen und Waldgiraffen. Viele Arten sind endemisch - das heißt, sie leben weltweit ausschließlich in dieser Region."( www.wwf.de) Der WWF setzt sich für eine nachhaltige Nutzung des Waldes ein, indem er ökologisch verträglichen Tourismus unterstützt und Unternehmen berät, wie sie ihre Holzgewinnung an soziale und ökologische Kriterien koppeln können. Ein Kuchenbasar, dessen Erlös an den WWF gespendet wird oder die Übernahme einer Patenschaft für eines der Projekte könnten dazu beitragen.Wichtig ist aber natürlich auch das eigene alltägliche Verhalten: Schulhefte, Taschentücher und Toilettenpapier aus 100% Altpapier z.B. schonen auch den Regenwald, denn um an die teuren Edelhölzer im Wald zu kommen, werden auch viele nicht so gewinnbringende Bäume gefällt – und dann zu Papier oder Sperrholz verarbeitet.

Eine weitere Möglichkeit auch weiter im Alltag etwas für Kamerun (und andere Länder des Südens!) zu tun, ist der Besuch im Eine Welt Laden bzw. der Einkauf von fair gehandelten Produkten. Im Fairen Handel (Fair Trade Siegel) bekommen die Erzeuger Löhne bzw. Preise für ihre Waren, die ihnen den Lebensunterhalt sichern und z.B. ausschließen sollen, dass die Kinder mitverdienen müssen. Aus Kamerun kommen Kakao, Schokolade, Früchte wie Mangos und Ananas, Tee und Kaffee.
Es gibt auch viele kleine Projekte in Kamerun, die mehr oder weniger große Verbindungen nach Deutschland haben. Bei meiner Vorbereitung war ich durchaus überrascht, wie viele Bremer z.B. Kontakte dorthin haben und sinnvolle, aber nicht so bekannte Initiativen – die Unterstützung von Behinderten, politische Bildung für Kinder und Jugendliche, Schulpartnerschaften, Verbreitung erneuerbarer Energien u.a. - es dort gibt. Vielleicht findet ihr ja auch in eurer Stadt oder Region ein Projekt, dass ihr gern unterstützen würdet.
Aber selbstverständlich geht es mir nicht nur um Kamerun – das übergreifende Thema Klimawandel geht uns alle ganz alltäglich an. Viele Tipps, wie man selbst weniger CO2 produzieren kann, gibt es unter anderem hier. Recht fix kann z.B. der Umstieg auf Öko-Strom gehen, wenn alle Familienmitglieder einverstanden sind, andere Punkte wie weniger Autofahren und weniger Fleisch-Konsum sind schon heikler. Aber eigentlich ist für jeden was dabei und auch ein kleiner Schritt zur Reduzierung von CO2 ist einer in die richtige Richtung!
So bin ich nun am Ende diese Blog angekommen. Nach zwei Wochen in Deutschland bin ich langsam wieder in die Normalität zurück gekehrt und habe schon vielen Menschen von meinen Erlebnissen erzählt. Ich habe viele unvergessliche Erfahrungen gemacht und einige davon mit euch geteilt. Vielen Dank also auch an euch für euer Interesse – Useko!, wie es auf Fuldfulde heißen würde.
Sollte es noch weitere Fragen oder Kommentare geben, würde ich mich darüber sehr freuen.
Bis dahin viele liebe Grüße aus Bremen,
Carolin

1 Kommentar:
Liebe Carolin, ich gehe dieses JAhr für ein ähnliches ASA Projekt nach KAmerun und wollte Dich fragen ob du weitere Ergebnisse Deine sAUfenthaltes dort hast. Es wäre sehr interessant zu hören was VorgängerInnne herausgefunden haben, bevor ich hingehe...
HErzliche Grüße,
Judith Pfister
judithpfister@gmx.de
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